Traditionell lädt die Evangelische Öffentliche Bücherei Remagen ein zu einem Literarischen Gottesdienst am Sonntag, 10. April 2016 um 09.30 Uhr in die Friedenskirche Remagen.
Im Mittelpunkt dieses Gottesdienstes steht das Buch „Damit ihr mich nicht vergesst“ von Mitch Albom: Albert Lewis, ein betagter Rabbi, bittet seinen ehemaligen Schüler Mitch Albom seine Trauerrede zu halten. Mitch ist überrascht, hat er doch schon seit langer Zeit nur wenig Kontakt zu seiner jüdischen Heimatgemeinde. Er bittet um Bedenkzeit und entschließt sich zunächst in Gesprächen den Rabbi besser kennenlernen zu wollen. Etwa zur gleichen Zeit lernt er Henry Covington kennen, einen Afroamerikaner mit Drogenvergangenheit, der jetzt Pfarrer einer sehr armen Gemeinde in Detroit ist. Durch diese beiden Männer fängt Mitch an über seine Religion, seinen Umgang damit, über andere Religionen und seine Haltung diesen Religionen gegenüber, nachzudenken.

Anschließend lädt das Büchereiteam ein zum Kirchencafé  im Ev. Gemeindehaus mit Austausch und Gesprächen. Das Team freut sich über zahlreiche Besucher.

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Zu einer schönen Tradition ist es in der Evangelischen Kirchengemeinde Remagen-Sinzig geworden, dass die Bücherei jährlich einen literarischen Gottesdienst gestaltet. Am Sonntag, 12.04.15 fand bereits zum 7. Mal wieder ein Literarischer Gottesdienst statt. In diesem Jahr hatte das Team der Bücherei das Buch „Alle meine Wünsche“ von Grégoire Delacourt in den Mittelpunkt des Gottesdienstes gestellt.
Die 47-jährige Jocelyne spielt zum ersten Mal in ihrem Leben Lotto und gewinnt die unglaubliche Summe von 18 Millionen Euro. Was könnte man alles machen mit so einer Menge Geld! Aber was würde so ein Gewinn alles verändern? Und will sie überhaupt Veränderungen? Das sind die zentralen Themen, die vom Vorbereitungsteam aus dem Buch herausgepickt wurden. Als Einleitung zu diesem Thema wurde in einer gekürzten Fassung das Märchen „Der Wunschring“ vorgelesen, das hinüberführte zu den vielen Wünschen von Jocelyne. Anschaulich gestaltete das Team den Gottesdienst mit Gegenständen und einer Powerpoint-Präsentation, die den Gottesdienst sehr lebendig machten. Der Frage „Was würden Sie mit so einem Gewinn machen?“ sollten sich auch die Gottesdienstbesucher stellen. Pfarrerin Elisabeth Reuter ermunterte alle Anwesenden einfach mal ihren Gedanken freien Lauf zu lassen und auf dem dazu vorgesehenen „Wunschzettel“ auf dem Liedblatt zu notieren, was ihnen spontan in den Sinn kommt. Natürlich alles ganz anonym! Da fiel allen Besuchern einiges ein und so notierten sie alle fleißig ihre Wünsche und Gedanken.
In ihrer Predigt fand auch Pfarrerin Elisabeth Reuter nachdenkliche Worte zu diesem Buch, das sie selber gerne und oft gelesen hatte. Sie ging auf den Ehemann ein, der sich, nach dem Fund des Schecks, absetzt und sich einige Wünsche erfüllt. Nach kurzer Zeit merkt er jedoch, dass ein toller Porsche und ein schickes Haus nicht alles sind und möchte reumütig zur seiner Frau zurückkehren. Doch dafür ist es zu spät, Jocelyne ist so tief gekränkt und gedemütigt, dass sie von ihm nichts mehr wissen möchte. Pfarrerin Reuter erläuterte den zahlreichen Besuchern, dass Gott den Menschen immer vergibt und man jederzeit zu ihm zurückkehren könne. Deutlich wurde auch, dass Geld alleine nicht glücklich macht und die wirklich wichtigen Wünsche im Leben selten mit Geld zu bezahlen sind.
Am Ausgang wurde jedem Gottesdienstbesucher als Andenken das Märchen vom Wunschring überreicht. Anschließend waren alle eingeladen zu einem gemütlichen Beisammensein mit Kaffee und Kuchen im Gemeindehaus. Dort konnten die Büchereimitarbeiterinnen viele lobende Worte für den Gottesdienst erfahren.

 

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Am Sonntag, 12.04.2015 findet um 09.30 Uhr in der Friedenskirche Remagen wieder ein Literarischer Gottesdienst statt, der vom Team der Evangelischen Öffentlichen Bücherei und des Literatursalons mitgestaltet wird. Diesmal steht das Buch „Alle meine Wünsche“ von Grégoire Delacourt im Mittelpunkt des Gottesdienstes. Alle Gemeindemitglieder, Leser und Interessierte sind herzlich eingeladen.

Der Roman spielt in einer französischen Kleinstadt und handelt von Jocelyn, die einen Kurzwarenladen betreibt und deren Welt sich um Strickwaren, Hosenknöpfe, Baumwoll- und Elastikspitze oder Bänder mit Pailletten dreht. Darum kreist auch ihr Blog, mit dem sie immer mehr Frauen das Vergnügen des Handarbeitens nahebringt.
Sie liebt ihr kleines Leben, liebt sogar ihren ungehobelten Mann – bis durch einen ungeheuren Lottogewinn alles aus den Fugen gerät.
Soll sie den Gewinn annehmen? Wird sich ihr Leben verändern? Und wenn ja, wird es sich im positiven Sinne verändern? Will sie überhaupt eine Veränderung? Viele Fragen, auf die sie (noch) keine Antwort weiß und die auch im Mittelpunkt des Gottesdienstes stehen werden. (Quelle u.a.: www.hoffmann-und-campe.de.)

Nach dem Gottesdienst sind Sie herzlich willkommen zu Gesprächen bei Kaffee und Kuchen.

Das Büchereiteam

Das Büchereiteam

Sehr gut besucht war der Literarische Gottesdienst am Sonntag, 06. April 2014, der von Pfarrerin Elisabeth Reuter zusammen mit dem Team der Evangelischen Öffentlichen Bücherei Remagen vorbereitet und gestaltet wurde. Dieses Jahr stand das Jugendbuch „Wunder“ von Raquel J. Palacio im Mittelpunkt. Diese emotional berührende Geschichte ist das Erstlingswerk der New Yorker Autorin, die dieses Buch nach einer Begegnung an einer Eisdiele mit einem ganz besonderen Kind geschrieben hat. Der Roman handelt von August, ein kluger, mutiger, humorvoller, sensibler und kraftvoller Zehnjähriger, dessen Gesicht durch einen Gendefekt entstellt ist. Zusammen mit seinen Eltern und Schwester, die ihn sehr lieben, lebt er in New York. Bisher hat er noch keine öffentliche Schule besucht, er wurde immer von seiner Mutter unterrichtet. Nun, zu Anfang des 5. Schuljahres, soll er aber in die Schule gehen. Dieses erste Jahr an der Schule, die Ereignisse dort und die Erfahrungen aller Beteiligten während dieser Zeit bilden den Mittelpunkt der Handlung. Im Wechsel wird die Geschichte von August, seiner Schwester und von Freunden erzählt. So bekommt der Leser einen Eindruck aus mehreren Perspektiven, was die Geschichte vielschichtig macht. Wie sieht August sein Leben, wie sieht es seine Schwester Olivia, wie sehen es Olivias langjährige Freundin Miranda und ihr Freund Justin und wie fühlt sich Jack, der zunächst nur scheinbar freundlich ist zu August, dann aber doch zu einem richtigen Freund wird.

Diese Vielschichtigkeit, die vielen Perspektiven, die ein gutes Bild geben, mit welchen Problemen August kämpft, aber auch wie die Schwester das gemeinsame Familienleben beschreibt oder wie alte und neue Freunde nicht nur lernen sein Äußeres zu akzeptieren sondern vor allem lernen August als liebenswerten Mensch zu sehen, waren der Grund dieses Buch als Grundlage des Literarischen Gottesdienstes zu nehmen.

Nach einer Hinführung zum Buch wurden den Gottesdienstbesuchern persönliche Eindrücke von Leserinnen geschildert, die durch Textpassagen aus dem Buch ergänzt wurden.

In ihrer Ansprache ging Pfarrerin Elisabeth Reuter nochmals auf diese Eindrücke und ihren persönlichen Empfindungen beim Lesen und Erfahrungen ein. Weiterhin regte sie zum Nachdenken an mit den Fragen „Wie gehen wir mit anders aussehenden Menschen, Behinderten um? Akzeptieren wir diese, gehen wir auf sie zu oder scheuen wir den Kontakt?“ Die Pfarrerin stellte heraus, wie wichtig es ist alle Menschen anzunehmen, wie sie sind und diese nach ihren Fähigkeiten und nicht nach dem Äußeren zu beurteilen, man solle allen Menschen mit Freundlichkeit begegnen. Ebenso wichtig sei es auch sich selbst so anzunehmen wie man ist.
Alle Gottesdienstbesucher hatten als freundliche Geste zu Beginn des Gottesdienstes einen Smiley mit einem Spruch zu Freundlichkeit erhalten. Nach dem Gottesdienst verweilten noch viele Besucher im Gemeindehaus bei Kaffee und Kuchen und es gab viele interessante Gespräche. Es war wieder einmal ein sehr gelungener Literarischer Gottesdienst, der viele Menschen berührte und nachdenklich machte.
Informationen zum Buch „Wunder“ gibt es beim Hanser-Verlag.