Das Team der Evangelischen Öffentlichen Bücherei Remagen hat Rita Schäfer zu einer Lesung am Freitag, 28. April 2017 um 19.30 Uhr eingeladen. Die Autorin liest aus ihrem 2016 erschienenen Buch „Fremdbestimmt: Die Suche nach einer Heimat“. Die Veranstaltung findet im Evangelischen Gemeindehaus Remagen, Marktstr. 25 (direkt neben der Friedenskirche) statt.

Die Deutsch-Iranerin Rita Schäfer lebt seit 30 Jahren in Deutschland und  floh mit 16 Jahren aus dem Iran. Während dem sehr kurzen Aufenthalt in ihrer Heimat wurde sie Zeitzeugin einer sehr wichtigen epochalen Veränderung ihres Geburtslandes. Sie erlebte den letzten Schah des Iran, die Islamische Revolution und den ersten Golfkrieg, den sie knapp überlebte. In ihrem autobiografischen Werk erzählt sie über ihre bewegenden Erlebnisse, die ihre Kindheit und Jugend geprägt haben sowie über die Flucht nach Deutschland und den Neuanfang in einem fremden Land. Ohne Beschönigung zeigt das Buch die Ohnmacht eines Menschen als Spielball epochaler Ereignisse und ständiger Umbrüche auf, was dem Buch auch seinen Namen „Fremdbestimmt“ gegeben hat.
Mit ihrem Buch möchte Rita Schäfer nicht nur für mehr Toleranz und Verständnis für Flüchtlinge werben, sondern auch das Thema „Integration und Heimat“ und dessen Bedeutung auch für junge Leute aufgreifen.

Das Team der Ev. Öffentlichen Bücherei lädt alle Interessierten herzlich zu diesem Abend ein. Nach der Lesung besteht die Möglichkeit das Buch käuflich zu erwerben und bei einem kleinen Imbiss mit der Autorin ins Gespräch zu kommen.

Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei, das Büchereiteam freut sich über Spenden.

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Wie die „braune“ Vergangenheit ihre Schatten bis in die Gegenwart werfen kann, ist das Sujet des Kirchenkrimis „Orgelnachspiel“, aus dem der Krimi-Autor und Pfarrer im Hunsrück Christian Hartung am 06. November 2015 las. Das Team der Evangelischen Öffentlichen Bücherei Remagen hatte zu der Krimilesung ins Ev. Gemeindehaus eingeladen, und zahlreiche Bücherfreunde waren der Einladung gefolgt.

Es war mucksmäuschenstill als Christian Hartung in ausgewählten Ausschnitten die fiktiven Erlebnisse des Oberstufenschülers Felix Breuning vorlas, der in große Gefahr gerät, als er für ein Geschichtsreferat in die nationalsozialistische Zeit seines Heimatortes Haan eintaucht. Denn die Täter von damals wollen verhindern, dass ihre Vergangenheit bekannt wird. Aber zum Schluss bezahlt der Hauptverantwortliche von 1933 selber mit seinem Leben: Während des Orgelnachspiels am Ende des Gottesdienstes wird er von einem unentdeckt bleibenden Mittäter erstochen.

Nach der Lesung trat der Autor mit seinen Zuhörern in einen angeregten Dialog und erzählte von der Entstehungsgeschichte seines Kirchenkrimis. Selber in Haan bei Düsseldorf aufgewachsen, war das 150. Kirchenjubiläum Anlass, sich mit der Geschichte der Kirchengemeinde zu beschäftigen. Die Zeit des Nationalsozialismus war in den Archiven sträflich vernachlässigt worden. Das brachte ihn auf die Idee, einen Krimi über die Zeit zu schreiben, über die nicht nur in Haan gern der Mantel des Schweigens gedeckt wurde und oft immer noch wird.

Als das Büchereiteam – schon in guter Tradition nach einer literarischen Veranstaltung – noch zu appetitlichen Häppchen und einem Glas Wein einlud, zeigte sich an den vielen lebhaften Gesprächen untereinander und mit dem Autor, wie sehr das Thema den Gästen unter die Haut gegangen war.

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Am Freitag, 06. November 2015 um 19:30 Uhr heißt es im Foyer des Evangelischen Gemeindehauses hinter der Friedenskirche: Auch Kirchen können Ort eines Verbrechens werden.

Auf Einladung der Evangelischen Öffentlichen Bücherei Remagen liest Christian Hartung, Krimiautor und evangelischer Gemeindepfarrer in Kirchberg, aus seinem Kirchenkrimi „Orgelnachspiel“. Nach der Autorenlesung haben die Zuhörer noch Gelegenheit, sich in gemütlicher Runde bei einem kleinen Imbiss und einem Getränk über den Krimi auszutauschen.
Der Eintritt ist frei; Spenden sind natürlich willkommen.

„Orgelnachspiel“ von 2014 ist Christian Hartungs sechster Krimi; zwei weitere schrieb er zusammen mit seiner Frau. Worum geht es in diesem Kirchenkrimi? Für ihr Geschichtsreferat über den Nationalsozialismus in ihrem Heimatort befragen die beiden Oberstufenschüler Felix und Stefan ihre Großeltern. Dabei kommt heraus, dass die große Liebe von Felix` Großmutter, der Organistin der evangelischen Gemeinde Haan, als Kommunist im Konzentrationslager ums Leben kam. Je intensiver die beiden nachforschen, umso offensichtlicher wird, dass es nicht jedem Gemeindemitglied in Haan recht ist, dass aufgedeckt wird, was in der Vergangenheit geschah. Die beiden Schüler geraten in große Gefahr…

Wer wissen will, wie es weitergeht, ist am 6. November 2015 herzlich willkommen im Evangelischen Gemeindehaus in der Marktstraße 25, Remagen.

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Zahlreiche Gäste konnte das Team der Evangelischen Öffentlichen Bücherei Remagen am Donnerstag, 05. Februar 2015 zur Lesung von Emine Balfi begrüßen. Sie stellte ihr Buch „Maulbeerstock und Minirock: Memoiren einer untypischen Gastarbeiterin“ vor.
In diesem autobiografischen Buch erzählt Emine Balfi aus ihrem bewegten Leben. Von ihrer Mutter gezüchtigt und missbraucht in ihrer Kindheit in der Türkei, erlebt Emine, als Gastarbeiterin der ersten Generation in Deutschland, eine unvergleichliche Entwicklung zur selbstbewussten, emanzipierten Frau.
Emine Balfi las im Wechsel mit Dr. Konstanze Ameskamp an diesem Abend die ersten Kapitel ihres Buches. So erfuhren die Zuhörer wie Emine, gezwungen von ihrem Ehemann, als Gastarbeiterin nach Heidelberg kam. Sie schilderte die schweren ersten Jahre in Deutschland, in denen sie auf sich alleine gestellt war. Sie musste ihre gesamte Familie, auch die beiden kleinen Kinder, in der Türkei zurücklassen. Anschließend erzählte Emine Balfi einen Teil ihrer weiteren Lebensgeschichte und wie sie schließlich nach Remagen kam.
Die zum Teil schockierenden Erlebnisse stimmten die Zuhörer sehr nachdenklich und es kamen viele Fragen auf. Diese wurden von Emine Balfi im Anschluss an die Lesung alle gerne beantwortet.
Auch bei dem anschließenden Imbiss gab es noch einen regen, informativen Austausch untereinander sowie mit Emine Balfi. Viele Zuhörer versorgten sich vor Ort mit dem Buch um sofort weiterlesen zu können.
Es war ein gelungener, sehr informativer und nachdenklich stimmender Abend.