IMG-20151016-WA0000

Die Evangelische Öffentliche Bücherei Remagen nimmt am Leseförderprogramm „Lesestart – Drei Meilensteine für das Lesen“ teil, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert und von der Stiftung Lesen durchgeführt wird. Im Rahmen des Programms, das vom Deutschen Bibliotheksverband (dbv), Borromäusverein, Evangelisches Literaturportal, Sankt Michaelsbund und der Fachkonferenz der Bibliotheksfachstellen in Deutschland unterstützt wird, ist sie zusammen mit vielen weiteren Bibliotheken bundesweit eine zentrale Anlaufstelle für Familien und ihre dreijährigen Kinder, die dort ihr persönliches Lesestart-Set erhalten.
Das Lesestart-Programm möchte Eltern zum Vorlesen und Erzählen motivieren und Kinder schon früh Freude an Sprache, Büchern und dem Vorlesen vermitteln. Deshalb begleitet Lesestart Familien von Anfang an mit drei kostenlosen Lesestart-Sets, die je ein altersgerechtes Buch sowie Tipps und Informationen zum Vorlesen und Erzählen enthalten.
Monatlich besuchen Mitarbeiterinnen der Bücherei die Kinder der Kita St. Martin in Remagen mit Büchern zum Vorlesen. Am 16. Oktober 2015 waren die Büchereimitarbeiterinnen Andrea Dörr und Irmgard Kremer-Bieber für die jetzigen Dreijährigen dort, um ihnen in zwei Kleingruppen das Buch „Gute Nacht, Karlchen“, welches aktuell in dem Lesestart-Set enthalten ist, vorzulesen. In diesem wunderbaren Bilderbuch von Rotraut Susanne Berner geht es um das abendliche Zubettgehen. Auch Karlchen möchte abends nicht gerne schlafen gehen, doch Papa hat eine tolle Idee und spielt mit Karlchen Pantoffelexpress.
Gebannt lauschten die Kinder der Geschichte und konnten auf den Bildern viele bekannte Dinge entdecken und dazu, je nach Sprachschatz, erzählen.

Zum Ende der Vorleserunde erhielt jedes Kind seinen eigenen Beutel mit einem Exemplar des Buches, einem Wimmelbild-Poster, einem viersprachigen Ratgeber (deutsch, türkisch, polnisch und russisch) mit praktischen Tipps und Anregungen für die Eltern rund ums Vorlesen sowie einer Lesetipp-Broschüre.

WP_20151106_001

IMG_0037

 

 

 

 

Wie die „braune“ Vergangenheit ihre Schatten bis in die Gegenwart werfen kann, ist das Sujet des Kirchenkrimis „Orgelnachspiel“, aus dem der Krimi-Autor und Pfarrer im Hunsrück Christian Hartung am 06. November 2015 las. Das Team der Evangelischen Öffentlichen Bücherei Remagen hatte zu der Krimilesung ins Ev. Gemeindehaus eingeladen, und zahlreiche Bücherfreunde waren der Einladung gefolgt.

Es war mucksmäuschenstill als Christian Hartung in ausgewählten Ausschnitten die fiktiven Erlebnisse des Oberstufenschülers Felix Breuning vorlas, der in große Gefahr gerät, als er für ein Geschichtsreferat in die nationalsozialistische Zeit seines Heimatortes Haan eintaucht. Denn die Täter von damals wollen verhindern, dass ihre Vergangenheit bekannt wird. Aber zum Schluss bezahlt der Hauptverantwortliche von 1933 selber mit seinem Leben: Während des Orgelnachspiels am Ende des Gottesdienstes wird er von einem unentdeckt bleibenden Mittäter erstochen.

Nach der Lesung trat der Autor mit seinen Zuhörern in einen angeregten Dialog und erzählte von der Entstehungsgeschichte seines Kirchenkrimis. Selber in Haan bei Düsseldorf aufgewachsen, war das 150. Kirchenjubiläum Anlass, sich mit der Geschichte der Kirchengemeinde zu beschäftigen. Die Zeit des Nationalsozialismus war in den Archiven sträflich vernachlässigt worden. Das brachte ihn auf die Idee, einen Krimi über die Zeit zu schreiben, über die nicht nur in Haan gern der Mantel des Schweigens gedeckt wurde und oft immer noch wird.

Als das Büchereiteam – schon in guter Tradition nach einer literarischen Veranstaltung – noch zu appetitlichen Häppchen und einem Glas Wein einlud, zeigte sich an den vielen lebhaften Gesprächen untereinander und mit dem Autor, wie sehr das Thema den Gästen unter die Haut gegangen war.

Kriegsende 1945 – Wie war es damals wirklich?

In der Ausstellung „Kriegsende und dann…? Der Kreis Ahrweiler 1944 bis 1946“ wird über das tatsächliche Geschehen des Kriegsendes in unserem Heimatkreis aufgeklärt.

Nachdem die Ausstellung im Heimatmuseum Sinzig und an verschiedenen anderen Orten zu sehen war, wird sie jetzt im Evangelischen Gmeindehaus in Remagen in der Zeit vom 07. bis 22. November 2015 gezeigt.

Geöffnet ist die Ausstellung zu den Öffnungszeiten der Bücherei sowie sonntags von 10.30 Uhr bis 13 Uhr. Am Tag der Demokratie (21.11.2015) ist das Gemeindehaus von 12 bis 16 Uhr offen.

Weitere Informationen gibt es unter 02642/3406 oder
http://www.museum-sinzig.de/ausstellung-kriegsende-und-dann.html.

 

 

81pLOx32qZL

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am Freitag, 06. November 2015 um 19:30 Uhr heißt es im Foyer des Evangelischen Gemeindehauses hinter der Friedenskirche: Auch Kirchen können Ort eines Verbrechens werden.

Auf Einladung der Evangelischen Öffentlichen Bücherei Remagen liest Christian Hartung, Krimiautor und evangelischer Gemeindepfarrer in Kirchberg, aus seinem Kirchenkrimi „Orgelnachspiel“. Nach der Autorenlesung haben die Zuhörer noch Gelegenheit, sich in gemütlicher Runde bei einem kleinen Imbiss und einem Getränk über den Krimi auszutauschen.
Der Eintritt ist frei; Spenden sind natürlich willkommen.

„Orgelnachspiel“ von 2014 ist Christian Hartungs sechster Krimi; zwei weitere schrieb er zusammen mit seiner Frau. Worum geht es in diesem Kirchenkrimi? Für ihr Geschichtsreferat über den Nationalsozialismus in ihrem Heimatort befragen die beiden Oberstufenschüler Felix und Stefan ihre Großeltern. Dabei kommt heraus, dass die große Liebe von Felix` Großmutter, der Organistin der evangelischen Gemeinde Haan, als Kommunist im Konzentrationslager ums Leben kam. Je intensiver die beiden nachforschen, umso offensichtlicher wird, dass es nicht jedem Gemeindemitglied in Haan recht ist, dass aufgedeckt wird, was in der Vergangenheit geschah. Die beiden Schüler geraten in große Gefahr…

Wer wissen will, wie es weitergeht, ist am 6. November 2015 herzlich willkommen im Evangelischen Gemeindehaus in der Marktstraße 25, Remagen.